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ÖLKÜHLER VERGRÖßERN
 

Die Motorkühlung kann beim Käfer so gut wie nie zu viel sein. Wenn Du ihn dann auch noch etwas schneller machen möchtest, musst Du Dir schon was einfallen lassen, damit der Motor auch langfristig mitspielt. Eine Möglichkeit, die Kühlung mit Hilfe der Typ 4-Technik zu verbessern, zeigen wir hier.




 
Ab Baujahr 71´befindet sich links hinten im Gebläsekasten die Ausnehmung für den Ölkühler. Der Standard-Aluminium-Ölkühler besitzt fünf Kühlrippen. Der Ölkühler vom Typ 4 kann eine um etwa 40% höhere Kühlwirkung mit seinen sieben Kühlrippen erbringen. Natürlich vorausgesetzt, es kommt genug frische Luft über den Gebläsekasten. Der neue Typ 4-Ölkühler passt genau auf den Standard-Adapter. Du brauchst lediglich längere Bolzen zur Befestigung. Es funktioniert aber auch, wenn Du eine 6mm Gewindestange in entsprechender Länge zuschneidest und den Ölkühler mittels Muttern festschraubst. Bei der Gelegenheit solltest Du die zwei Dichtringe tauschen. Ältere Motoren benötigen eine spezielle Dichtung, die es aber im Fachhandel zu kaufen gibt. Die Muttern am hinteren Ende des Ölkühlers müssen so festgezogen werden, dass sich das Aluminium nicht verbiegt. Nun kann der Ölkühler samt Adapter am Motorblock befestigt werden.
Jetzt zum Gebläsekasten: Die Ausnehmung für den neuen Ölkühler muss dazu etwas adaptiert werden. Am besten, Du nimmst Dir einen kleinen Metallschneider, mit dem Du die vordere Front der Ausnehmung so abschneidest, dass die senkrechte Außenwand in einem Stück abgeht. Nun wollen wir einen Metallstreifen (am besten von einem Reparaturblech) zu Recht schneiden, um genügend Raum für den Ölkühler zu schaffen. Wenn Du jetzt den Gebläsekasten wieder auf den Motorblock aufsetzt, kannst Du richtig Maß nehmen für die Blechstreifen, die anschließend eingeschweißt werden sollen. Hierfür solltest Du Dir genügend Zeit nehmen, um sicher zu gehen, dass später auch genügend Luft zum Ölkühler strömen kann, ohne, dass das Gehäuse an der Feuerwand (Karosserie) anstößt.
Wenn Du die Frontplatte an den neuen Ölkühler anhältst und dabei einplanst, dass die Schweißnaht auch ein paar Millimeter Luft braucht, kannst Du mit dem Schweißen beginnen. Mit einem Schutzgas-Schweißgerät kann diese Arbeit am besten durchgeführt werden. Zur Not kann aber auch mit Polyestermappen und Glasfaserverstärktem Kunststoff gearbeitet werden. Schneller und sauberer ist das Schweißen. Nach dem Schweißen solltest Du die Passform noch einmal überprüfen und bei Bedarf Nachjustierungen vornehmen.
   
Nun kannst Du die restlichen Bleche montieren. Du solltest aber besonders darauf achten, dass keine Luft aus dem Gebläsekasten in den Motorraum entweichen darf, da sonst die Wirkung des neuen Ölkühlers zunichte gemacht werden kann.    
     
Bildquelle:
Volksworld 2003
   



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