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DIE MARKE "VW KÄFER"
 

Bis in die dreißiger Jahre war das Automobil ein Luxusartikel für die gehobene Oberschicht. Dies sollte sich ändern, als der Konstrukteur Ferdinand Porsche am 17. Januar 1934 der nationalsozialistischen Reichsregierung ein Exposé zum „Bau eines deutschen Volkswagens“ vorlegte. Zur Verwirklichung des Konzepts erhielt Porsche monatlich 20.000 Reichsmark. In einer geheimen Werkstatt wurde 1935 der erste Prototyp fertiggestellt. Ausgestattet war er mit einer gefälligen Federung und serienmäßiger Heizung. Aber keiner der damals existierenden Automobilfabrikanten wollte den Volkswagen in Serie produzieren. Zu schwierig war es, die politischen Gefahren des staatlichen Projektes abzuschätzen.

Also wurde eine eigene Gesellschaft gegründet, die die Produktion des Volkswagens vorantreiben sollte. Im Oktober 1938 wurde von der „Volkswagenwerk GmbH“ der erste Prototyp des Volkswagens der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Adolf Hitler bezeichnete den Volkswagen stolz als „Kraft durch Freude“-Wagen ("KdF-Wagen"). Seinen Kosenamen erhielt er aber aufgrund seines außergewöhnlichen Designs durch die New York Times.

In einem Artikel vom 3. Juli 1938 stand ironisch geschrieben: „Within no time Hitler´s net of streets and highways will come to life with hundreds and thousands of small beetles." Die deutsche Übersetzung des Wortes „Käfer“ wurde sehr schnell sehr populär. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beendete aber jede weitere Entwicklung. Ein auf dem Käfer basierender Geländewagen und ein schwimmendes Auto wurden von nun an im Volkswagenwerk produziert.

Nach Ende des Krieges fiel das Volkswagenwerk an die britische Militärregierung, die noch im Jahr 1945 20.000 der Volkswagen-Limousinen orderte. Kaufen konnte man den Käfer bis dato noch nicht. Alle produzierten Autos gingen bis 1948 als Reparationszahlung an die Alliierten, an das Rote Kreuz oder die Post.

Unter Führung des damaligen VW-Chefs Heinrich Nordhoff ging es schließlich bergauf. Und das, obwohl dieser zitiert wurde, man baue da ein Auto, das „so viele Fehler wie ein Hund Flöhe hat.“ Dessen ungeachtet lief 1951 der 250 000. Käfer vom Band. Der Produktionsrekord des Ford-T-Modells „Tin Lizzy“ wurde 1972 mit dem
15 007 034. Käfer eingestellt. Zwei Jahre später wurde in Wolfsburg die Produktion des VW-Käfers zu gunsten des neuen Polos aufgegeben. Längst aber war der Käfer zu einem einzigartigem Objekt deutscher Geschichte geworden.

Die Produktion des Käfers wurde in Mexiko fortgesetzt. Nach seiner 50jährigen „Ervolksgeschichte“ wurde 1985 der letzte Käfer nach Deutschland importiert. Am 30. Juli 2003 lief im mexikanischen Puebla der letzte VW-Käfer „Ultimate Edicion“ in aquariusblue vom Band. Die 70jährige Geschichte des Käfers nimmt damit aber kein Ende. In Puebla werden weiterhin der VW-Beetle und das VW-Beetle-Cabrio produziert. Er läuft und läuft und läuft ...




2014-17, Käfer-Club Obergrafendorf