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VW KARMANN SAFARI
 

Der Karmann Ghia Safari wurde nicht nur in Brasilien, sondern auch in Deutschland und Südafrika gebaut, kann aber in vielen anderen Ländern ebenfalls gefunden werden. Der Karmann Ghia Safari ist eines der wenigen Wohnmobile, das in Brasilien in Serie hergestellt wurde. Karmann Ghia in Brasilien in Rio de Janeiro-RJ. startete die Produktion von Wohnmobilen bereits in den 70er Jahren. Den Anfang machte das Touring Modell. 1979 kam der Karmann Ghia SAFARI auf den Markt. Im Jahr 1995 wurde die Produktion in Brasilien eingestellt.




 



 

Der Safari ist ein klassisches Mini Wohnmobil basierend auf dem Fahrgestell des VW-Bus. Der 1.600 ccm Motor wurde, wie in Brasilien lange Zeit üblich, mit Benzin oder Alkohol angetrieben.




 



 

Der Safari bot Platz für 4 Personen. Mit gutem Willen brachte man aber auch 6 Personen unter. Im Innenraum bot der Mini Camper einen fixen Schlafbereich mit Doppelbett über der Fahrer-Kabine (erreichbar über eine Leiter). Am anderen Ende des Fahrzeuges war der Wohnbereich mit zwei gegenüber liegenden Sitzbänken und einem Tisch. Dieser konnte mit einfachen Handgriffen ebenfalls zu einem Schlafzimmer mit Etagenbett (über Tisch Sitzbank) umfunktioniert werden. Im mittleren Teil des Wohnmobils befindet sich die Küchenzeile mit Spüle, Herd und Kühlschrank, Bad mit Waschbecken und ein WC.

Der Safari hat einen integrierten Kanister für sauberes Wasser, das mit einer 12V Pumpe die das Bad und die Spülbecken mit fließendem Wasser versorgte. Die Heizung, der Herd und der Kühlschrank werden mit Gas betrieben.

Ausgelegt war der Safari auf eine maximale Geschwindigkeit von 80km / h. Er reagierte sehr empfindlich auf Seitenwind. Gute Reifen und Spurverbreiterungen sorgen zumindest minimal für bessere Fahreigenschaften.

Das Wohnmobil wirkt sehr geräumig trotz seiner eher geringen Länge. Es profitiert auch von der robusten Technik des VW Käfer.

Im Jahr 1977 debütierte der Karmann Touring. Er war im Grunde eine Art Vorgänger des Safari. Der Schlafbereich konnte im hinteren Teil des Fahrzeuges durch Wegklappen des Tisches und Einsetzen einer Matratze geschaffen werden. Im Innenraum war bereits eine chemische Toilette, der Nassbereich bot ein Waschbecken und eine Dusche. Zur Ausstattung gehörten eine kleine Küche mit zwei Herd-Platten, ein Backofen und ein Kühlschrank.

Die Herrschaft des Touring dauerte nur zwei Jahre. 1979 brachte Karmann do Brazil den Safari auf den Markt. In der Basisversion konnten vier Personen - jeweil zwei und zwei übernachten. Optional konnten zwei weitere Personen in einem Etagenbett untergebracht werden. Ein Trinkwassertank versorgte das Waschbecken, den Wasserhahn über dem Spülbecken und die WC-Spülung. Eine zweite Batterie sorgte für verbesserte Stromversorgung, die etwa auch den Anschluss eines Fernseh-Appartes und stärkere Innenraum-Beleuchtung möglich machte.

Technische Daten
Motor: 4-Zylinder Boxermotor, 1584 cm3, luftgekühlt, zwei Vergaser
Bohrung x Hub: 85,5 x 69 mm
Verdichtungsverhältnis: 7,2:1
Leistung: 54 PS bei 4200 U / min
Drehmoment: 11,2 mkgf bis 2600 U / min
Räder: Stahlfelge 14; Reifen 185/80 R 14

Bekannt sind 104 Modelle in beige, weiß und ocker aus dem Jahr 1977. Modelle aus den Jahren 80/85/86/87/88 waren beige, braun und weiß. In den Jahren zwischen 89/90/91 wurden die Modelle in beige und weinrot ausgeliefert. Die höchste bekannte Seriennummer stammt aus dem Jahre 1950 und endet mit 550. Somit kann eine Gesamtauflage von rund 600 Modellen ausgegangen werden. Kurioserweise wurde im Jahr 1994 ein Fahrzeug in blau und weiß ausgeliefert.

Derzeit schwankt der Preis für einen Karmann Ghia Safari zwischen R $ 25.000,00 und $ 50,000.00.




VW Karmann Safari

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2014-17, Käfer-Club Obergrafendorf