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STOFFHAUBE GEGEN STAUB
 

Du fährst sicher einen tollen Käfer (so etwa 4 mal im Jahr) und immer, wenn Du die Kiste aus der Garage holst, ist das erste, was Du machst: Wagen waschen. Neben dem Besitzer leidet dabei in erster Linie der Lack. Dazu kommt der Ärger weil manche Familienmitglieder nicht in der Lage waren, etwa das Fahrrad ohne Kratzer am Wagen vorbei aus der Garage zu holen.

Alles kann es zwar nicht verhindern, doch die üblichen kleinen Kratzer und das Einstauben des Wagens verhindern die Profis mit den Hochpreisklassikern mit eleganten Staubschutzhauben für die Garage.

Wenn man vernüftige Baumwoll oder Synthetik-Hauben verwenden will, muß man zwischent 150 und 300 EUR bei Spezialanbietern auf den Tisch legen oder selbst Hand anlegen.

Im normalen Fachhandel werden allerdings nur Folien als Behelfsgarage für die Laternenparker verkauft . Diese eignen sich jedoch nicht für die Garage, da sie jede Art von "Atmung" behindern und sich so bei einem Wetter- oder Temperaturwechsel unter der Folie Wasser niederschlägt. Auch mit Stoffhauben kann man Niederschlag in From von Wasser nicht ganz verhindern, der Stoff trocknet dafür aber deutlich schneller ab und fördert je nach Ausstattung die Feuchtigkeit auch an die Oberfläche der Haube.

Um eine Haube selber zu nähen sind folgende Zutaten vonnöten: 1 Stoffbahn: 5 Meter lang, 140 cm breit für die Dachbahn

2 Stoffbahnen: 4,20 bis 4,30 Meter lang, 140 cm breit für die Seitenbahnen. Die Länge ergibt sich aus Fahrzeuglänge plus eine Zugabe von 20 cm

einen dezenten Aufnäher für die Kofferraumhaube

etwa 150m farblich passendes Garn, lieber eine Rolle mehr als zu wenig.

(nur für Perfektionisten) ca. 2,5 Meter Gummitwist (wer nicht weiß was das ist, sollte besser die Finger davon lassen) Außerdem sollte eine einfache Nähmaschine zur Verfügung stehen und jemand der zumindest grundsätzlich mit Ihr umgehen kann.

Als Stoff eignet sich Sweatshirt-Stoff (Baumwolle-Gemisch, Unterseite wollig angerauht) oder ein weicher Synthetik-Stoff. Bügelfreie Stoffe genießen den Vorzug. Vorsicht mit bedruckten Baumwoll-Stoffen, die Haube ist erst nach dem Waschen zu gebrauchen, da die Appretur den Stoff zu steif und kratzig gestaltet. Wem die Farbe egal ist, der wird im Schlußverkauf mit 40 EUR für den Stoff hinkommen, dazu kommen nochmal etwa 15 EUR für Faden, Emblem und Gummi. Idealerweise haben Dachbahn und Seitenteile unterschiedliche Farben, es können sogar unterschiedliche Stoffqualitäten sein, die bessere für die Dachbahn.

Hier ein Vorschlag für den Schnitt:




 



 

Die Seitenteile werden grob in Käferform ausgeschnitten und sollten dabei recht großzügig dem Seitenprofil angepasst werden. Die Fensterkante (Windschutzscheibe) sollte dabei an der Regenrinne des Wagens ausgemessen werden und das Maß für die vordere Form vorgeben.

Die Oberkanten der Seitenbahnen werden jetzt zunächst auf der Nähmaschine mit dem Zickzackstich eingefasst, um zu verhindern, daß der Stoff unter Belastung einreisst. Für die Dachbahn wird das allenfalls an den Enden notwendig sein, die Seiten der Dachbahn sind meist genügend gesichert.

Wer ungeübt auf der Nähmaschine ist, sollte jetzt ein Seitenteil mit Stecknadeln an der Dachbahn befestigen (aber so nicht auf den Käfer legen (Kratzer!), die Profis nähen die Seitenteile direkt mit einer Nahtzugabe von jeweils 1 cm an.

Wichtig: Das Emblem in Höhe der Kofferraumhaube auf der Dachbahn aufnähen. Es gibt nichts peinlicheres als in der Großgarage vor Publikum die Haube verkehrt herum aufzuziehen.

Wenn die Luxusvariante mit Gummi gewählt wurde, wird jetzt vorne und hinten ein Saum genäht, in der der Gummi eingezogen und am Ende jeweils festgenäht wird. Alternativ kann der Gummi mit einem speziellen Nähmaschinenfuß direkt auf den Saum genäht werden.

Zum Aufziehen die Stoffhaube auf die Kofferaumhaube legen, die Seiten links und rechts drapieren und (nachdem das Emblem die Richtung weist) die Dachbahn dezent in Richtung Motor über den Käfer ziehen. Die Nähte im Dachbereich an der Regenrinne ausrichten, und den Vorderwagen bedecken. Abschließend die Stoffränder ausrichten. Beim Abziehen genau umgekehrt, den Stoff locker zusammenwerfen und einpacken. Zur Aufbewahrung eignet sich eine mittlere Sporttasche oder eine Plastiktasche.

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