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KÄFER-BATTERIE
 

Der Grundverbrauch bei Fahrzeugen entsteht hauptsächlich durch Elektronik, also z. B. durch Memory-Ströme von Auto-Radios, evtl. nachträglich eingebaute Relais, Anzeigen (z. B. Uhr), elektronische Überwachungssysteme (z. B. Steuergerät oder Alarmanlage) oder auch nachträglich eingebaute Verstärkeranlagen. Diese sind transistorgesteuert und verbrauchen Energie auch nach Abschalten der Remote-Spannung mit einer Grundlast von wenigen mA.

Im Normalfall sollte der Grundverbrauch 200 mA nicht übersteigen (bei neueren Fahrzeugen ist es noch weniger und bei Käfern mit nicht elektronischen Radios sollte der Ruhestrom nahezu "0" sein). Der lässt sich leicht messen indem man das Fahrzeug parkfertig abstellt, die Batterie abklemmt und ein Amperemeter zwischen Batterie und Boardelektrik schaltet, so lässt sich auch prüfen ob eine kurzfristige Entladung der Batterie auf zu hohen Grundverbrauch zurück zu führen ist, z. B. durch Kriechströme.

Auch wenn eine Autobatterie nicht angeschlossen ist entlädt sie sich je nach Ladezustand und Art der Batterie (Gel-Batterie, Flüssigbatterie, Kapazität, Alter) im Laufe von mehreren Monaten.

Eine herkömmliche Batterie kann bis zu 10 Jahre alt werden, sofern sie entsprechend behandelt wird.

Do's & Dont's:

Regelmäßig (halbjährlich bis jährlich) den Füllstand kontrollieren und mit destilliertem Wasser aus der Apotheke nachfüllen. Destillierte Wässer von Tankstellen etc. sind oft nicht 100%ig rein.
Die Batterie niemals tiefentladen, das führt zur Vergröberung der Platten und reduziert die Kapaztität der Batterie. Ist die Batterie einmal tiefentladen kann sie allerdings durch Aufladen mit 1 bis 1,5 Ampere über bis zu 200 Stunden (je nach Kapazität) wieder regeneriert werden. Um Tiefentladung zu vermeiden empfiehlt es sich einen Akku-Wächter und/oder ein Voltmeter zur Überwachung einzubauen.

Wird das Fahrzeug über mehrere Monate nicht benutzt einen Akku-Jogger an die Batterie anschließen (kein herkömmliches Ladegerät verwenden!). Dieser überwacht die Batteriespannung und lädt nur dann nach, wenn diese unter einen vorgegebenen Sollwert fällt, sie wird also nicht permanent geladen. Außerdem arbeiten diese Akku-Jogger i. d. R. mit Pulsladungserhaltung durch integrierte Schaltnetzteile. Billige Baumarkt-Ladegeräte verfügen lediglich über einen großen Trafo mit Gleichrichter, das heißt die Batterie wird mit Pulsladung von 100 Hz geladen, und zwar permanent, da diese Geräte nicht abschalten. Das schadet der Batterie.

Es gibt auch "Panther" Batterien. Das sind wartungsfreie Batterien. Die Hersteller versprechen mehr Kapazität und höhere Lebensdauer. Im Falle einer Tiefentladung kann man diese Batterien aber nur mit speziellen Ladegeräten die für "Calcium-Calcium-Batterien" geeignet sind, wieder einsatzbereit machen. So ein Ladegerät kostet gut und gerne 150 Euro. Mit normalen Ladegeräten können diese Batterien nach einer Tiefentladung nicht geladen werden.

Bei der Batterie empfiehlt es sich immer die platzmäßig größt möglich verbaubare Kapazität zu wählen, vorausgesetzt das Fahrzeug verfügt über einen Drehstromgenerator!
Drehstromgeneratoren begrenzen die abgegebene Leistung durch das Magnetfeld des Stromflusses in der Statorwicklung selbst, so dass thermische Schäden durch Überlast gar nicht erst entstehen.
Bei Gleichstromgeneratoren mit einem Nennstrom von 30 A sollte die Batterie nicht größer als 36 Ah gewählt werden, da sonst der Regler durch Überlastung Schaden nehmen könnte.
Je größer die Kapazität desto geringer die Belastung in % der Gesamtkapazität. Je geringer die prozentuale Belastung desto größer die Lebensdauer. Außerdem dauert es so auch länger bis die Batterie in die Tiefentladephase kommt.
Im Käfer können theoretisch Batterien mit Kapazitäten von bis zu 70 Ah verbaut werden.
Wird eine Batterie mit z. B. nur 10 % ihrer Kapazität geladen (also z. B. eine 70 Ah-Batterie mit 7 A), dauert es mehrere Stunden, bis sie wieder voll ist. So ist es z. B. so, dass die Batterie nie ihre volle Kapazität nutzen wird, wenn sie sehr viel größer dimensioniert ist als ursprünglich gedacht.

Beim Kauf einer Batterie ist es immer empfehlenswert auf Baumarktware zu verzichten. Diese stehen teilweise mehrere Monate befüllt und ungeladen und sind i. d. R. von minderwertiger Qualität.
Autobatterien sollten daher immer im Fachhandel gekauft werden. Dort lagern nur die Batteriegehäuse, welche erst unmittelbar vor dem Verkauf mit 30%iger Schwefelsäure gefüllt werden. So ist garantiert dass der Kunde immer ein jungfräuliches und neuwertiges Produkt erhält. Nach einer Standzeit von 30 bis 60 Minuten ist der Akku voll geladen und einsatzbereit.




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