Sie sind hier: Technik Erfahrungsberichte  
 TECHNIK
Geschichte
Tabellen
Motoren
Modellfotos
Musik im Käfer
Tipps & Tricks
Erfahrungsberichte
Farbenlehre
Schaltpläne
Zubehör

DEN MOTOR AUSBAUEN
 

Es gibt viele Gründe, die es notwendig machen, den Motor aus zu bauen. Eine Generalüberholung des Motors ist zum Beispiel ein sehr guter Grund. Auch ein Kupplungstausch bietet sich an, bei dieser Gelegenheit den Ein –und Ausbau des Motors zu üben.

Die Vorbereitung
Eine Fahrt durch die Waschstraße kann vorab nicht schaden. Eine intensive Motorwäsche samt Motorinnenraum ist ebenfalls empfehlenswert. Zum Aufbocken des Wagens legst Du Dir am besten ein paar Bretter zurecht. An Werkzeug brauchst Du nur einen Satz Schraubenziehen, Schraubenschlüssel, Zangen und ein Hammer für die Feinarbeit;-)




 
Zuerst muss der Wagen so aufgebockt werden, dass er sicher steht und Du bequem darunter arbeiten kannst. Dazu verwendest Du am besten Dreibeinständer und das vorbereitete Holz zwischen Ständer und Karosserie. Aus Sicherheitsgründen sollte vor Arbeitsbeginn auch die Batterie abgeklemmt werden. Ich beginne immer mit dem Entfernen des Luftfilters. Damit kein Schmutz im Vergaser landet stecke ich ein Stück Tuch oben rein. Als nächstes müssen die elektronischen Kabel sowohl oben am Motor als auch darunter abgeklemmt werden. Von unten kannst Du die Kabel zum Starter nehmen und bei dieser Gelegenheit auch gleich die unteren beiden Muttern des Starters lösen.
Damit später wieder alle Kabel am richtigen Platz sind, solltest Du entweder vorher Elektrotechnik studiert haben oder an jedem Ende ein Klebeband befestigen, das dann ordentlich beschriftet wird. Mit einem Schraubenzieher kannst Du das vordere Abdeckblech , die Luftschläuche und die Anbau-Bleche zum Ölkühler entfernen. Hinter dem Gebläsekasten befinden sich die Verbindungsschrauben zum Getriebegehäuse. Mit einem 17er-Schlüssel und viel Geduld kannst Du sie öffnen. Etwas leichter tust Du Dir, wenn Du vorher die Motorhaube entfernst. Das sind nur ein paar Schrauben, und Du gewinnst etwas mehr Spielraum beim Arbeiten.
Wenn Du das Gasseil und die Benzinleitung abgehängt hast, kannst Du vorsichtig die Verbindungen zwischen den Heiztaschen und den Luftschächten lösen und das Steuerseil abhängen. Jetzt müssen unten die beiden großen Motorblock-Schrauben und das dazugehörige Blech entfernt werden. Mit einem Wagenheber und ein paar Ziegeln, die Du links und rechts vom Wagenheber platzierst, kannst Du dann vorsichtig den Motorblock anheben. Heb den Motor genau so weit, bis die Verbindungsschrauben zum Getriebegehäuse nicht mehr unter Spannung stehen und herausgezogen werden können. Danach kannst Du mit einem Ruck den Motor aus dem Getriebegehäuse lösen (am besten zusammen mit einem Helfer) und den Motor langsam auf die beiden Ziegelstöße runter lassen.



 

Wenn Du einen Flaschenzug auftreiben kannst, so kannst Du den Motor mit diesem etwas anheben, lockern und langsam auf den Boden setzen. Danach musst Du die Karosserie etwas anheben und den Motor vorsichtig nach hinten ziehen. Noch besser gelingt das Vorhaben, wenn Du eine Montagegrube nutzen kannst. Dann brauchst Du den Käfer nur etwas vor rollen und den Motor mit dem Flaschenzug aus der Montagegrube holen.



Bildquelle: Volksworld 2003




© 2014-17, Käfer-Club Obergrafendorf