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VW BULLI

Das Mysterium VW Bus

Begonnen hat die Geschichte des VW-Bus, der intern Typ 2 (neben dem Käfer, also dem Typ 1) genannt und ab 1950 in Deutschland produziert wurde. Die erste Serie wurde bis 1967 1,8 Millionen Mal gebaut und dann schließlich vom T2 abgelöst, der technisch vergleichbar, aber optisch aufgefrischt daher kam. Erste Prototypen des “Transporters” wurden bereits 1949 unter dem damaligen VW-Chef Heinrich Nordhoff entwickelt.

Ab März 1950 konnte man den VW Transporter für DM 5850 kaufen, was nur knapp mehr als der Preis eines komplett ausgestatteten Käfers war. Technisch gingen die Wolfsburger keine Experimente ein und verpasstem dem Bus einen luftgekühlten Heckmotor, der die an einer Pendelachse hängenden Hinterräder antrieb. Irgendwann kam der T1 zum Spitznamen “Bulli”, ein Begriff, der aus der Kombination der ersten Buchstaben von Bus und Lieferwagen stammen könnte.




 
 

Wie für Volkswagen üblich erfuhr der VW Bus stetige Verbesserungen. Zudem gab es ihn in immer neuen Ausführungen, sei es als Pritschenwagen, Campingbus (Westfalia), Jagdversion, Polizei-, Feuerwehr oder Leichenwagen.

Eine der beliebtesten Bauvarianten, die “Samba” oder “Deluxe Microbus” genannt wird, weist 23 Fenster, Zweifarbenlackierung und ein Schiebe-Faltdach auf. Der Samba ist für den Transport von acht Personen ausgelegt und fährt eine luxuriösere Innenausstattung spazieren, welche sogar ein Radio beinhaltet. DM 8’475 kostete der Samba im Jahr 1955, auch in der Schweiz lag der Preis unter 10’000 Franken.




 

Aus dem erschwinglichen Transporter von einst ist heute ein Edel-Oldtimer geworden. An Versteigerungen erreichen gerade die luxuriöseren Samba-Versionen Höchstpreise von CHF/Euro 100’000 und mehr. RM zum Beispiel bietet an der London-Versteigerung vom 8. September 2014 einen roten Deluxe Microbus mit Jahrgang 1965 zum Schätzpreis von £ 60’000 bis 80’000 an, also für umgerechnet rund € 75’000 bis 100’000 oder CHF 91’000 bis 112’000.

Das erstaunliche daran: Es wurden von 1951 bis 1966 über 110’000 dieser Modelle gebaut, selten ist anders. Als Quasi-Nutzfahrzeug haben natürlich nur wenige dieser sympathischen Personen-Transporter überlebt, das Preisniveau (10-facher Neupreis) überrascht aber trotzdem. Tatsächlich liegen die Preise so hoch, dass man sich sogar den Kauf eines baufälligen Exemplars überlegen kann und trotz Restaurierungskosten noch im marktfähigen Bereich bleibt. Es gibt kaum ein anderes Fahrzeug dieser Kategorie, die ähnliches zulässt. Vor kurzem jedenfalls erreichte das nachfolgend abgebildete blaue Exemplar in Monterey einen sechsstelligen Verkaufspreis.




 



2014-17, Käfer-Club Obergrafendorf