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MOTORNUMMER 38/24
 



Im Jahre 1938 entstanden insgesamt 30 Prototypen des KdF-Wagens. Diese wurden eingehend getestet und bilden sozusagen die Basis für die 1939 erzeugten Fahrzeuge, welche entsprechend den Erfahrungen während der Testfahrten bereits einige Verbesserungen enthielten und den Serienfahrzeugen schon sehr nahe gekommen sind.

Nachdem Familie Grundmann damals den in Litauen aufgetauchten Prototypen gekauft und wieder neue aufgebaut hatte, wurde in dem Fahrzeug in Ermangelung eines entsprechenden Motors von 1938 ein Motor von 1939 eingesetzt. Nachdem Hannes den Motor mit der Aufschrift 38/16 aus dem Schuppen geholt und mit Familie Grundmann handelseinig geworden ist, tauchte jetzt ein weiterer Motor aus dem Jahre 1938 auf. Der Motor des 24. Exemplars wurde mittlerweile von Thomas König und Oliver Schmidt vom Automuseum in Hamburg gekauft. Auch dieser Motor musste im Langzeittest an die 75.000 Kilometer meistern. Sollte der Motor nicht halten, waren bereits Hersteller wie Adler, DKW und Opel startbereit, um dem Ingenieursbüro Porsche „aus der Patsche“ zu helfen.

Auf alle Fälle dürfte die Nummer 24 der Prototypen von 1938 nach dem Krieg im Fuhrpark eines US-Stützpunktes noch einige Zeit im Einsatz gewesen sein, bevor zumindest der Motor auf einem Schrottplatz eine vorübergehende Ruhestätte fand. Im Jahre 2013 entdeckte ein Sammler den Motor und erkannte den Wert. Momentan wird er behutsam restauriert.

Diese Motoren unterscheiden sich in fast allen Details von den Motoren, wie sie nach 1939 verbaut wurden. Da der Erhaltungszustand des zweit-ältesten Käfers der Welt in einem sehr schlechten Zustand ist, wird es wahrscheinlich eine große Herausforderung, den Motor 38 / 24 bald wieder zum Laufen zu bringen.

Der älteste Motor der Welt trägt die Nummer 38 /16 und werkelt mittlerweile im Käfer Nummer 20 der Familie Grundmann.




 



2014-17, Käfer-Club Obergrafendorf